Sinuslift - implacheck®

Sinuslift

Dr. Dr. Hendrik Fuhrmann – Stellen Sie sich doch kurz mit einigen Sätzen vor. Wer sind Sie, wie war Ihr Werdegang und wo sind sie derzeit tätig?

Ich bin Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie in eigner Praxis im Allee-Center in Hamm.

Nach den abgeschlossenen Studien der Humanmedizin in Ulm und der Zahnmedizin in Würzburg folgte die mehrjährige Facharztausbildung am Universitätsklinikum Bochum, sowie Anstellungen in verschiedenen Praxen, und schließlich die eigene Niederlassung.

Sinuslift - zahnimplantate

Dr. Dr. Hendrik Fuhrmann

  • Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
  • Arzt und Zahnarzt
  • Implantologe
  • zertifizierter hygienebeauftragter Arzt
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Was qualifiziert Sie im Besonderen über das Thema „Eigenknochenaufbau “ zu schreiben?

Die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie umfasst u.a. die Erkennung, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen der Kiefer.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) und ästhetische Rehabilitation. Dies ist mit nichts anderem so zu erreichen wie mit körpereigenem Gewebe. In diesem Fall mit eigenem Knochen.
Die Rekonstruktion der Kiefer ist Bestandteil der Grundausbildung jedes Kieferchirurgen und somit Routine.

Was ist ein Knochenaufbau überhaupt und wann ist dieser notwendig?

Implantologie wird nun bereits sehr lange praktiziert. Es sind alle Regeln für einen Langzeiterfolg bekannt. Eine der wichtigsten Grundregeln ist ein sattes Knochenangebot. Ist dieses aufgrund von Knochenschwund nicht mehr ideal, so muss Knochen aufgebaut werden. Der Knochen geht z.B. durch den vorherigen kaputten Zahn, frühere Operationen, Entzündungen oder weil man sich erst spät für eine Implantation entschieden hat verloren.
Der Knochenaufbau selbst erfolgt durchaus unterschiedlich und ist abhängig vom Ausmaß des Knochenverlustes, sowie der Stelle im Kiefer an der der Knochen verloren gegangen ist. So erfolgt dieser im Oberkiefer Backenzahnbereich deutlich anders, als im Unterkiefer Schneidezahnbereich. In beiden Fällen jedoch hoch standardisiert.

Was zeichnet den Eigenknochenaufbau im Speziellen aus?

Der Körper akzeptiert eigenes Gewebe zumeist problemlos und schnell. Diese Phänomen macht man sich in verschiedenen Bereichen der Medizin –  am bekanntesten sind sicherlich die Organ- oder Knochenmarkstransplantation – zu nutzen. Das gute Ergebnis hängt auch damit zusammen, dass im verpflanzten Knochen lebendige Zellen sind. Somit Sind Komplikationen selten, die Einheilung erfolgt zuverlässig und die Weiterversorgung kann schneller als mit künstlichen Fremdmaterialien erfolgen.

Worin liegen die Vorteile eine Knochenaufbaus mit Eigenknochen gegenüber dem Aufbau mit künstlichen oder tierischen Knochenersatzmaterialien?

Die Bemühungen beim Knochenaufbau Fremdmaterialien zu verwenden sind vielfältig. Benötigt werden diese Materialien, wenn der Operateur die Techniken zur Gewinnung von Eigenknochen nicht beherrscht. Bei der Verwendung anderweitiger Materialein muss man sich immer im Klaren sein, dass man körperfremdes , oft künstliches Material eingepflanzt bekommt. Häufige Probleme sind hier Infektion und Abstoßung des Materials mit Wundheilungsstörungen.

Gibt es auch Nachteile beim Knochenaufbau mit Eigenknochen?

Aus unserer Sicht gibt es kaum Nachteile bei der Verwendung von Eigenknochen. Lediglich die Entnahmestelle kann als Nachteil angesehen werden.

Wie lange muss so ein Knochenaufbau einheilen, wenn er separat gemacht wird und wie lange muss ein Implantat einheilen, wenn der Knochenaufbau bei der Implantation selbst gemacht wird?

Der Vorteil des Eigenknochenaufbaus ist, dass dieser die Einheilzeit eines Implantates zumeist kaum beeinflusst. Beides beträgt nur wenige Wochen.  Somit ist auch einen Implantation mit gleichzeitigem Knochenaufbau problemlos möglich.
Fremdmaterialien hingegen verzögern die Versorgung zumeist stark, da sie sehr viel mehr Zeit benötigen um vom Körper überhaupt akzeptiert und stabil eingebaut zu werden.   

Kann jeder Zahnarzt einen Knochenaufbau durchführen oder ist das eher eine Spezialistenbehandlung?

Hier ein ganz klares „Nein“! Spezialisten in diesem Bereich absolvieren eine mehrjährige gezielte und fundierte Facharzt- oder Fachzahnarztausbildung. Diese geht auch weit über den Erwerb von weit verbreiteten Zusatzbezeichnungen hinaus.

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